Skandinavien – Startstrafe

Nach unserer kleinen Testtour geht es endlich los. Eigentlich haben wir in Vorarlberg ja 9 Wochen Sommerferien, in Lech sind es aber nur 8 Wochen, dafür haben wir im Mai Sonderferien. Und aus den 8 Wochen werden es wahrscheinlich nur knappe 5 fürs Reisen, da wie immer irgendetwas dazwischen kommt.

Noch ohne gültige Gasplakette, aber mit neuer Flaschenregleranlage starten wir durch:

Hinten befindet sich wieder das Kinderabteil (bis jetzt geht es noch)


Da wir neben dem SUP auch mal wieder eines unserer Schlauchboote an Bord haben, schneien wir gleich beim Angelsport-Moritz hinein, denn seit der Erfindung der Lithiumbatterien drängt sich ein Elektro-Außenborder förmlich auf.

Vorher hatten wir solch eine Benzinschleuder – upps, flasches Bild

So schaut es besser aus, mit 5PS genug für unser Bötchen – dafür aber auch ordentlich schwer und immer mit Benzingeschmack

Geworden ist es nun ein ca. 1PS Außenborder aus dem Hause Rhino für knapp 400€. Mehr wollten wir eigentlich auch nicht ausgeben für die paar Touren. Statt 25kg + ca. 5kg für den Tank sind es nun 10kg Motor + 10kg für die 100Ah/12V Batterie. Mal sehen, ob es für unsere Zwecke passt.

Der obligatorische Zwischenstopp am Fliegerhorst in Jagel darf natürlich nicht fehlen. Bin doch ich und hauptsächlich unser Moritz begeisterter Fliegergucker. Das letzte größere Erlebnis hatten wir bei der Airpower 2024 in der Steiermark:

Einfach gewaltig, wenn zwei Eurofighter kanpp an einem vorbei fliegen

In Jagel habe ich doch fast die Gasprüfung vergessen. Also mal schnell in der Umgebung geschaut und einen Prüfer gefunden. Dieser hatte sogar spontan Zeit und war innerhalb 15 Minuten bei uns. Spitzenservice – nach bestandener Prüfung und sehr moderaten 50€ ärmer, stand einer Übersetzung ins Ausland nichts im Wege.

So stechen wir wieder über dem Landweg nach Dänemark und Schweden hinein

Voila, diesmal waren es für uns 230,38€ für beide Brücken. War wieder zu spontan, denn Kombitickets gibt es, glaube ich, schon für 205€

Unterwegs sind unsere Kids, vor allem Moritz, fleißig am Pfand erkunden:

Haben wir doch im Winter unseren Häcksler damit verdient, schauen wir mal was es so als Taschengeld in Skandinavien zu ergattern gibt. In Schweden angekommen, steuern wir wie immer unser Lieblingsplätzchen zwischen Malmö und Helsingborg an:

Rydebäck, einfach herrlich…


…diesmal leider mit böser Überraschung

Oha, ein Knöllchen über 800Kr – umgerechnet ca. 72€. Ab 70€ darf man die Strafe auch im Ausland eintreiben. Erwischt hat er eine kunterbunte Truppe – 3 aus Deutschland, 1x Holland, 1x Norwegen, 1x Frankreich und 1x sogar aus Schweden (sie hat sich natürlich besonders geärgert). Also nochmal die kleinen Eingangsschilder studiert:

Ja, stimmt – von 01-05 Uhr in der Nacht darf hier überhaupt niemand mehr stehen

Damit wir keine doppelt so hohe Rechnung nach Hause geschickt bekommen, müssen wir wohl oder übel die Soße gleich bezahlen und das innerhalb der nächsten 8 Tage. Leider funktioniert das nicht so einfach, denn wir haben weder das schwedische Bezahlsystem Swish noch ist unsere Mastercard aktuell für Internetzahlungen freigegeben, das müsste ich erst aktivieren mit Coder per Post an die Wohnadresse. Also sind wir mal nach Helsingborg gegondelt, um bei der Polizei anzufragen. Denn auf dem Strafzettel steht nur eine inländische schwedische Kontonummer mit der wir ebenfalls nicht anfangen können.

Am Fussballstadion kann man über Nacht stehen

Dana war 2x bei der Polizei, am gleichen Abend war es schon zu spät und am nächsten Tag konnte man auch nicht weiter helfen. Also noch zur Stadtverwaltung und zur Bank – leider kein Erfolg. Keine IBAN herausbekommen und keine Bezahlung vor Ort möglich, dafür zieht mal überall eine Wartenummer, um dann aufgerufen zu werden. Das kenne ich in D nur von der Zulassung. Also weiter im Netz recherchiert.

Da die Parkeringsanmärking in Schweden alle über die Organisation Transportstyrelsen laufen, finde ich doch noch eine IBAN. Natürlich kann man da nicht einfach den Eurobetrag mittels Umrechnungskurs überweisen, da ja auch noch Bankgebühren anfallen. Hätte ich das als genauen Kronenbetrag angewiesen, wären sage und schreibe 24,90€ an Gebühren bei unserer Hausbank angefallen. Also habe ich statt der 72€ (genau nach Kurs) 75€ überwiesen, das sollte hoffentlich passen.

Nun schauen wir natürlich noch schärfer auf diverse Parkschilder 🙂